Digitaler Gedächtnisspeicher

Erinnerungen können sehr unterschiedlich sein, auch diejenigen an den Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet, an der Saar und anderen Regionen. Der digitale Gedächtnisspeicher "Menschen im Bergbau" dokumentiert die individuellen Erfahrungen und Erlebnisse derjenigen, die in den Jahrzehnten von 1945 bis heute den Bergbau geprägt haben und von ihm geprägt wurden: Bergleute, Untertagearbeiter und -angestellte, Zechendirektoren und Konzernmanager, Gewerkschafter, aber etwa auch deren Familienangehörige. In rund 100 lebensgeschichtlichen Videointerviews soll mit den Mitteln der sogenannten Oral History die Grundlage für eine Erfahrungsgeschichte des Steinkohlenbergbaus gelegt werden, auf die zukünftig Wissenschaftler, Museen, Schüler und Lehrer, wie auch die (ehemaligen) Berufsangehörigen des Bergbaus selbst zugreifen können.

Alle Interviews werden nach wissenschaftlichen Kriterien verschriftlicht, inhaltlich aufbereitet und für eine zukünftige Nutzung gesichert. Zusätzlich entsteht eine Internetplattform, die als virtuelle Edition Ausschnitte aus den geführten Gesprächen präsentiert und so die Entwicklung der Steinkohlenindustrie der letzten 70 Jahre widerspiegelt: vom Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zum Umgang mit dem industriellen Erbe in der Gegenwart. Das Projekt ist im Herbst 2014 gestartet und wird 2018 abgeschlossen sein.


RAG-Stiftung
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