Digitaler Gedächtnisspeicher

Erinnerungen können sehr unterschiedlich sein, auch diejenigen an den Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet, an der Saar und in anderen Regionen. Der digitale Gedächtnisspeicher "Menschen im Bergbau" dokumentiert die individuellen Erfahrungen und Erlebnisse derjenigen, die in den Jahrzehnten von 1945 bis heute den Bergbau geprägt haben und von ihm geprägt wurden: Bergleute, Untertagearbeiter und -angestellte, Zechendirektoren und Konzernmanager, Gewerkschafter, aber etwa auch deren Familienangehörige. In über 80 lebensgeschichtlichen Videointerviews wird mit den Mitteln der sogenannten Oral History die Grundlage für eine Erfahrungsgeschichte des Steinkohlenbergbaus gelegt, auf die zukünftig Wissenschaftler, Museen, Schüler und Lehrer, wie auch die (ehemaligen) Berufsangehörigen des Bergbaus selbst zugreifen können.

Alle Interviews wurden nach wissenschaftlichen Kriterien verschriftlicht, inhaltlich aufbereitet und für eine zukünftige Nutzung gesichert. Zusätzlich ist eine Internetplattform entstanden, die als virtuelle Edition Ausschnitte aus den geführten Gesprächen präsentiert und so die Entwicklung der Steinkohlenindustrie der letzten 70 Jahre widerspiegelt: vom Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zum Umgang mit dem industriellen Erbe in der Gegenwart. Das Projekt wurde im Herbst 2014 gestartet und im Juni 2018 abgeschlossen. Am 7. Juni 2018 fand für alle Beteiligten eine Abschlussveranstaltung auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein statt.
Hier geht es zur Online-Plattform "Menschen im Bergbau": www.menschen-im-bergbau.de

 

 

 

Interview-Sequenzen aus dem Projekt "Menschen im Bergbau" (01:55)



 

 

Eindrücke von der Abschlussveranstaltung am 7. Juni 2018 (02:59)


RAG-Stiftung
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