09.06.2016
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"Das Schicksalsjahrzehnt": RAG-Stiftung-Zukunftsstudie liefert Impulse für die Erneuerung des Ruhrgebiets

Essen, 9. Juni 2016. Die heute vorgestellte RAG-Stiftung-Zukunftsstudie gibt Impulse für die Weiterentwicklung der ehemaligen Bergbauregionen und soll eine Debatte über die Erneuerung des Ruhrgebiets anstoßen. Zudem will die RAG-Stiftung im Schulterschluss mit anderen Akteuren Initiativen für den Wandel der Reviere an Ruhr und Saar auf den Weg bringen.

In Anwesenheit von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft stellte Dr. Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung, heute die RAG-Stiftung-Zukunftsstudie der Öffentlichkeit vor. Den Rahmen bildete das von der RAG-Stiftung und RAG veranstaltete Zukunftsforum, an dem rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien auf dem Welterbe Zollverein in Essen teilnahmen.  

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die die Studie stellvertretend für die Landesregierung entgegennahm, sagte: "Die Studie der RAG-Stiftung liefert einen willkommenen Beitrag für die Debatte um die Zukunft des Reviers. Die Initiative der RAG-Stiftung ist ein Zeichen für die Aufbruchsstimmung im Revier. Die Menschen hier im Ruhrgebiet machen sich auf und suchen nach neuen Wegen. Und wir haben viel Erfahrung mit Veränderung: Wir können Wandel. Und der Wandel geht weiter – da ist es gut, sich Rat zu holen und gemeinsame Ziele zu benennen. Ich bin der RAG-Stiftung dankbar für ihren Beitrag dazu. Als Landesregierung werden wir uns genau mit den Ergebnissen der Studie beschäftigen."  

Werner Müller betonte bei der Vorstellung der zentralen Studienergebnisse: "Die befragten Experten sind sich einig. Die nächsten zehn Jahre entscheiden darüber, ob das Ruhrgebiet zu den Gewinnern oder Verlierern im Wettbewerb der globalen Ballungsräume gehören wird." Der Titel des Studienbandes, "Das Schicksalsjahrzehnt", solle aufrütteln und sei als Handlungsaufforderung zu verstehen. "Die Studienergebnisse belegen, dass Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit im Schulterschluss nach konkreten Lösungen für das Ruhrgebiet suchen müssen. Wir wollen Debatten anstoßen, Aufbruchsstimmung erzeugen, Entscheider zusammenbringen und da, wo es uns möglich ist, mit eigenen Projekten Verbesserungen vorantreiben", erklärte Müller die Intention der RAG-Stiftung. Das Zukunftsforum sei dabei ein Angebot an die Akteure der Region, sich mit Weitsicht und Tatkraft über die anstehenden Aufgaben zu verständigen und gemeinsame Initiativen zu starten, um das Ruhrgebiet insbesondere für die nachfolgende Generation lebenswert zu erhalten.  

Eine zentrale Schlussfolgerung aus der RAG-Stiftung-Zukunftsstudie lautet: Das Ruhrgebiet braucht mehr Entscheidungen, die aus der Perspektive der jungen Generation getroffen werden. Denn vitale Ballungsräume ziehen junge Menschen an – indem sie ihnen Angebote bieten, die sie für ihre individuelle Lebensplanung benötigen. Darum wurden auch auf dem Zukunftsforum unter dem Motto 'Impulse für ein junges Ruhrgebiet' Herausforderungen und Chancen für die Weiterentwicklung der Region diskutiert.

Weiterhin zeigt die RAG-Stiftung-Zukunftsstudie, dass Megatrends wie Globalisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel und soziale Ungleichheit weltweit massiv auf Ballungsräume wie das Ruhrgebiet einwirken. In allen relevanten Bereichen – von Politik und Gesellschaft bis zu Wissenschaft und Bildung – sehen die befragten Experten für das Ruhrgebiet durchaus Handlungsbedarf. Gleichzeitig benennen sie Chancen für die Zukunftsgestaltung des Reviers. Die höchste Hochschuldichte Deutschlands, umfassende Erfahrung bei industriellem Wandel sowie eine international beachtete und geschätzte Kulturlandschaft seien Aktivposten der Region.

In sieben pointierten Zukunftsthesen formuliert die RAG-Stiftung-Zukunftsstudie die wichtigsten Handlungsfelder für die Weiterentwicklung des Ruhrgebiets. So liefert sie nicht nur Impulse für die öffentliche Debatte, sondern leitet darüber hinaus das Handeln der RAG-Stiftung mit Blick auf ihre Förderaktivitäten in den nächsten Jahren ab – auch im Verbund mit regionalen und überregionalen Partnern.

Dr. Werner Müller, Vorsitzender des Vorstandes der RAG-Stiftung, übergibt die RAG-Stiftung-Zukunftsstudie im Vorfeld des Zukunftsforums 2016 an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Bild herunterladen

Künstler Andreas Gaertner illustrierte das Zukunftsforum live auf großen Leinwänden. Bild herunterladen

Dr. Werner Müller, Vorsitzender des Vorstandes der RAG-Stiftung, bei seiner Eröffnungsrede auf dem Zukunftsforum 2016. Bild herunterladen

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sandte ihr Grußwort per Videobotschaft. Bild herunterladen

Jugendforscher Simon Schnetzer referierte darüber, was Jugend im Ruhrgebiet prägt. Bild herunterladen

Im 1. Panel "Junge Generation, Ruhrgebiet und Lebensqualität" diskutierten mit den Moderatoren Patricia Schäfer (ganz links) und Tobias Häusler (ganz rechts) (v.l.n.r.): Zukunftsforscher Prof. Peter Wippermann, Mira Stepec (Gründerin durchstarten e.V.), RAG-Vorstandsvorsitzender Bernd Tönjes, Annamaria Deiters-Schwedt (Leiterin des Berliner Büros empirica ag) und Jugendforscher Simon Schnetzer. Bild herunterladen

Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Personalvorstand der RAG-Stiftung, nahm am 2. Panel "Junge Generation, Ruhrgebiet und Bildung" teil. Bild herunterladen

Im 2. Panel "Junge Generation, Ruhrgebiet und Bildung" diskutierten mit den Moderatoren Tobias Häusler (ganz links) und Patricia Schäfer (ganz rechts) (v.l.n.r.): Dr. Ilse Kamski (Institut für Schulentwicklungsforschung), Murat Vural (Geschäftsführender Vorsitzender Chancenwerk e.V.), Ulf Matysiak (Geschäftsführer Teach First Deutschland) und Bärbel Bergerhoff-Wodopia (Personalvorstand der RAG-Stiftung). Bild herunterladen

Im 3. Panel "Junge Generation, Ruhrgebiet und Wirtschaft" tauschten sich aus (v.l.n.r.): Moderatorin Patricia Schäfer, Prof. Dr. Lars Feld (Direktor Walter Eucken Institut), Benjamin Spinola (Geschäftsführer TEAM2 Digital GmbH), Pierre Lohrber (Leiter Competence Center Berlin Würth Elektronik GmbH & Co. KG) und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin. Bild herunterladen

NRW-Wirtschaftsminister als Diskussionspartner zum Thema "Junge Generation, Ruhrgebiet und Wirtschaft". Bild herunterladen

4. Panel "Ruhrgebiet und Integration" (v.l.n.r.): Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher (Leiterin Fachbereich Städtebau TU Dortmund), René Kreichauf (Doktorand Graduate School of North American Studies der Freien Universität Berlin), der Oberbürgermeister der Stadt Essen Thomas Kufen und Moderator Tobias Häusler. Bild herunterladen

4. Panel "Ruhrgebiet und Integration" (v.l.n.r.): Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher (Leiterin Fachbereich Städtebau TU Dortmund), René Kreichauf (Doktorand Graduate School of North American Studies der Freien Universität Berlin), der Oberbürgermeister der Stadt Essen Thomas Kufen und Moderator Tobias Häusler. Bild herunterladen

Andreas Tyrock, Chefredakteur der WAZ, referierte zur Rolle der Medien bei der Imagebildung des Ruhrgebietes. Bild herunterladen

Beim Zukunftsforum 2016 folgten rund 380 Gäste der Einladung von RAG-Stiftung und RAG AG ins SANAA-Gebäude auf das Welterbe Zollverein. Bild herunterladen

Live-Zeichnung des Künstlers Andreas Gaertner zum 1. Panel "Junge Generation, Ruhrgebiet und Lebensqualität". Bild herunterladen


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