These 57

In Zukunft hängt die Prosperität und Attraktivität von Ballungsräumen unter anderem von folgendem gesellschaftlichen Faktor ab: Quartiere bzw. Stadtteile mit fehlenden Entwicklungsperspektiven werden konsequent zurückgebaut.

Ergebnis

Die Hälfte der Experten stimmt eher der These zu, dass es sinnvoll ist, unattraktive Viertel konsequent zurückzubauen. Weitere 35 Prozent sind unentschieden, nur 15 Prozent halten den Rückbau für keine gute Idee. Dass es zum Rückbau kommt, halten 30 Prozent für wahrscheinlich. 55 Prozent halten diese Entwicklung für möglich, weitere 15 Prozent für unwahrscheinlich.

Expertenmeinung

Den Verfall dulden oder den Rückbau angehen - bei dieser Grundsatzfrage tendieren die Experten eher zum Rückbau, weil Regionen damit ihre Handlungsfähigkeit und ihren positiven Willen zur Erneuerung zeigen können. Bevor die Abrissbirne aber Tatsachen schafft, müssen in einem Stadtviertel alle anderen Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschöpft sein. Dabei sollten selbst kleinere Entwicklungen zum Positiven, etwa die Wiederbelebung des Vereinslebens, den Ausschlag geben, das Stadtviertel zu erhalten. Bei dieser Experteneinschätzung wirken die negativen Erfahrungen mit den Flächensanierungen der 1960er- und 1970er-Jahre nach. Als Positivbeispiel verweisen einige Experten auf den Osten Deutschlands, wo es gelungen sei, nicht mehr von der Bevölkerung angenommene Wohnviertel im Einklang mit den Interessen der Bewohner zurückzubauen. Die Experten sehen mit dem Rückbau auch die wirtschaftlichen Interessen der Eigentümer der Immobilien berührt. Selbst verwahrloste Immobilien haben einen Buchwert und für die Eigentümer meist auch einen Hoffnungswert, der bei einem Abriss abgeschrieben werden müsste. Die Eigentümer erwarten daher selbst beim Rückbau desolater Liegenschaften eine finanzielle Kompensation. Daher seien, so die Experten, gerade beim Rückbau von vielen Vierteln von vielen Grundstückseigentümern Widerstände zu erwarten.

Stimmen Sie dieser Aussage zu? (1. Befragungswelle N=27)

stimme gar nicht zu: 0%
eher nicht zu: 15%
unentschieden: 37%
eher zu: 48%
stimme völlig zu: 0%

Stimmen Sie dieser Aussage zu? (2. Befragungswelle N=20)

stimme gar nicht zu: 0%
eher nicht zu: 15%
unentschieden: 35%
eher zu: 50%
stimme völlig zu: 0%

Tritt dieses Ereignis ein? (1. Befragungswelle N=27)

sicher nicht: 0%
unwahrscheinlich: 22%
möglich: 48%
wahrscheinlich: 26%
sicher: 4%

Tritt dieses Ereignis ein? (2. Befragungswelle N=20)

sicher nicht: 0%
unwahrscheinlich: 15%
möglich: 55%
wahrscheinlich: 30%
sicher: 0%
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