These 40

In Zukunft hängt die Prosperität und Attraktivität von POLYZENTRISCHEN BALLUNGSRÄUMEN wie dem Ruhrgebiet von folgendem Faktor ab: Benachbarte Städte und Kommunen organisieren ihre Verwaltungsaufgaben konsequent arbeitsteilig.

Ergebnis

Fast drei Viertel der Experten sind der Auffassung, dass Nachbarkommunen ihre Verwaltungsaufgaben zusammenlegen und arbeitsteilig erledigen sollten. 15 Prozent davon stimmen der These voll und ganz zu, 59 Prozent mit Einschränkungen. Neutral verhalten sich 11 Prozent. Skepsis gegenüber einer interkommunalen Arbeitsteilung zeigen 15 Prozent. Dass sich Nachbarstädte in polyzentrischen Ballungsräumen auf diese Form der Zusammenarbeit einlassen werden, gilt nur für 37 Prozent als sicher oder wahrscheinlich.

Expertenmeinung

Jede Gemeinde ein "Vollsortimenter" in der Verwaltung, vom Meldewesen über den Nahverkehr und Winterdienst bis hin zur Abfallentsorgung - dieser traditionelle Ansatz der Stadtverwaltung ist für die allermeisten Experten nicht mehr zeitgemäß. Durch die Zusammenführung der Aufgaben lassen sich nicht nur Kosten einsparen. Auch könnte sich der Service für die Bürger verbessern, wenn sich Stadtverwaltungen auf einzelne Aufgaben spezialisieren und etwa eine Gemeinde im Verbund alle Klärwerke betreibt. Für Zweckverbände und andere Kooperationslösungen sprechen sich aber nicht alle Experten aus. Vor allem Verwaltungsaufgaben in Bereichen mit großer kommunaler Identifikation, etwa Kultur und Sport, sehen sie besser bei den einzelnen Kommunen aufgehoben. Es besteht darüber hinaus die Gefahr, dass sich die Stadtverwaltungen bei arbeitsteiligen Verbundlösungen auf Aufgaben in ihrem Gemeindebereich konzentrieren und Anliegen der Nachbarstädte stiefmütterlich behandeln.

Stimmen Sie dieser Aussage zu?

stimme gar nicht zu: 0%
eher nicht zu: 15%
unentschieden: 11%
eher zu: 59%
stimme völlig zu: 15%

Tritt dieses Ereignis ein?

sicher nicht: 0%
unwahrscheinlich: 22%
möglich: 41%
wahrscheinlich: 33%
sicher: 4%
Zurück zur Übersicht

RAG-Stiftung
RAG-Stiftung
RAG-Stiftung