These 35

In Zukunft hängen Prosperität und Attraktivität von Ballungsräumen in erheblichem Maße von folgendem Faktor ab: Public-private-Partnerships mit Unternehmen und Stiftungen sichern umfangreich die Qualität der öffentlichen Versorgung.

Ergebnis

Bei der Frage nach der Bedeutung der Public-private-Partnerships für die Entwicklung von Ballungsräumen ergibt sich bei den Experten ein gemischtes Bild. Eine Mehrheit von 56 Prozent der Studienteilnehmer hält dieses Modell für das richtige, um öffentliche Aufgaben zu finanzieren - 4 Prozent davon sind sich sicher, 52 Prozent stimmen der These eher zu. Neutral verhalten sich 22 Prozent. Demgegenüber lehnen 4 Prozent Public-private-Partnerships komplett und 19 Prozent mit Einschränkungen ab. Dennoch halten es nur 11 Prozent der Befragten für unwahrscheinlich, dass Public-private-Partnerships zukünftig die Qualität der öffentlichen Versorgung sichern werden. Ihnen stehen 59 Prozent der Befragten gegenüber, die mit einiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass zukünftig viele öffentliche Projekte mit privater Beteiligung finanziert werden.

Expertenmeinung

Wenn die öffentliche Hand knapp bei Kasse ist, bietet sich eine Finanzierung über Public-private-Partnerships an, führen die Experten aus. Sie verweisen darauf, dass Public-private-Partnerships die Städte nicht nur finanziell entlasten, sondern private Anbieter stärker in die Verantwortung für das Gemeinwohl einbinden. Hinzu kommt, dass gerade bei einer Schuldenbremse der Staat oftmals außerstande ist, durch eigene Investitionen Angebote der Daseinsvorsorge zu unterbreiten.

Public-private-Partnerships sind jedoch umstritten und werden von den Rechnungshöfen ungern gesehen. Einige Experten wie auch die Rechnungshöfe kommen zu dem Schluss, dass der Staat mit einer konventionellen Finanzierung seiner Projekte und ohne einen privaten Partner, der vor allem wirtschaftliche Interessen verfolgt, meist günstiger fährt. Besonders deutlich wird dies in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase.

Stimmen Sie dieser Aussage zu?

stimme gar nicht zu: 4%
eher nicht zu: 19%
unentschieden: 22%
eher zu: 52%
stimme völlig zu: 4%

Tritt dieses Ereignis ein?

sicher nicht: 0%
unwahrscheinlich: 11%
möglich: 30%
wahrscheinlich: 59%
sicher: 0%
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