These 33

In Zukunft hängen Prosperität und Attraktivität von Ballungsräumen in erheblichem Maße von folgendem Faktor ab: Kommunale Verwaltungen finden unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten unkonventionelle Wege, um Unternehmen sowie kulturelle und gesellschaftliche Einrichtungen zu unterstützen und an die Region zu binden (z. B. kostenlose Bereitstellung von Gewerbeflächen, Förderung von Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen).

Ergebnis

Fast drei Viertel der Experten befürworten die These, dass Kommunen, unabhängig von ihrer finanziellen Ausstattung, bei der Förderung von Wirtschaft und Kultur neue Wege gehen sollten und damit auch ihre Prosperität und Attraktivität vergrößern können. Eine knappe Mehrheit glaubt, dass die Kommunen tatsächlich unkonventionelle Wege einschlagen werden: 48 Prozent halten dies zumindest für wahrscheinlich.

Expertenmeinung

Not macht erfinderisch. Nach Ansicht der Experten werden sich in Zukunft Kommunen mit wenig Geld in der Kasse einiges einfallen lassen müssen, um kulturelle und soziale Einrichtungen zu unterstützen und um die Attraktivität für die Wirtschaft zu erhöhen. Es wird darauf hingewiesen, dass das Förder-Repertoire der Kommunen heute bereits groß ist. Sozialvereine und Integrationsprojekte finden für eine symbolische Miete auf Industriebrachen eine Heimat. Von niedrigen Mieten profitieren die Start-ups in den Gründerzentren.

Vorschläge wie kostenlose Gewerbeflächen gehen für einige Experten aber zu weit. Dadurch würden auf Seiten der Wirtschaft hohe Begehrlichkeiten geweckt und der Wettbewerb der Standorte würde stark verzerrt. Damit Kommunen überhaupt wieder gestalten könnten, führe kein Weg an einer finanziellen Entlastung durch die Länder und den Bund vorbei, behaupten die Skeptiker. Gleichwohl gehen die Experten davon aus, dass die ärmeren Städte Kreativität entwickeln, um bei einem Mindesteinsatz finanzieller Mittel den größtmöglichen Erfolg zu erzielen.

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