These 29

In Zukunft hängen Prosperität und Attraktivität von Ballungsräumen in erheblichem Maße von folgendem Faktor ab: Ballungsräume nutzen das Prinzip "Trial and Error" für ihre eigene Zukunftsgestaltung und verstehen sich als Experimentierfeld für wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Neuerungen.

Ergebnis

Eine Mehrheit von 52 Prozent der Experten stimmt der These zu, dass die Chancen der Ballungsräume darin liegen, den Wandel über das Prinzip "Trial and Error" anzugehen. Für 30 Prozent hingegen ist dies keine besonders gute Idee. Dennoch halten es nur 22 Prozent für unwahrscheinlich, dass die Ballungszentren der Zukunft tatsächlich Experimentierfelder sein werden. 60 Prozent der Befragten halten dies hingegen für wahrscheinlich oder sind sich sogar sicher.

Expertenmeinung

Starre Entwicklungspläne werden laut Experten bei immer volatiler werdenden Rahmenbedingungen zu oft von der Realität eingeholt. Mut zum Risiko und ein Scheitern auch mal zulassen, weil das Misslingen eben zum Experiment gehört: In einer sich immer dynamischer entwickelnden Zukunft scheint dieser pragmatische Ansatz der richtige zu sein, um Ballungsräume nach vorn zu bringen. Unter anderem auch deswegen, weil bei einem rechtzeitig abgebrochenen Experiment das zu bezahlende Lehrgeld meist gering ausfällt. Allerdings entstehen die Experimentierfelder nicht von allein. Um die Freiräume zu öffnen, bedarf es mutiger Grundsatzentscheidungen der Politik und einer Entbürokratisierung bei der Umsetzung.

Es gibt unter den Experten auch warnende Stimmen, die davon abraten, Teile der Ballungsräume zur Spielwiese der Erprobung wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Neuerungen zu machen oder gar den gesamten Ballungsraum als Experimentierfeld zu verstehen. Durch den Fokus auf kurzfristige Experimente kann die Chance auf langfristige Entwicklungen Schaden nehmen.

Stimmen Sie dieser Aussage zu?

stimme gar nicht zu: 0%
eher nicht zu: 30%
unentschieden: 19%
eher zu: 41%
stimme völlig zu: 11%

Tritt dieses Ereignis ein?

sicher nicht: 0%
unwahrscheinlich: 22%
möglich: 19%
wahrscheinlich: 56%
sicher: 4%
Zurück zur Übersicht

RAG-Stiftung
RAG-Stiftung
RAG-Stiftung