09.02.2017
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"Glückauf Nachbarn" – Projekt für moderne und nachhaltige Quartiersentwicklung geht in die Live-Werkstatt

Gelsenkirchen/Essen, 9. Februar. Das Projekt "Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration" startet in die heiße Phase. Am 9. und 10. Februar findet die Live-Werkstatt unter Beteiligung von Experten, Planungsteams, Stadtvertretern und Bürgern aus den Quartieren Duisburg Vierlinden und Friedrich-Heinrich in Kamp-Lintfort statt. VIVAWEST und RAG Montan Immobilien wollen mit dem Projekt aufzeigen, welchen Beitrag aktive Quartiers- und Flächenentwicklung für das Zusammenleben und das gute Miteinander im Quartier leisten können.

Es geht um Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, Menschen verschiedener Altersgruppen oder auch unterschiedlicher Bildungsgrade: Was ist zu tun, um in diesem umfassenden Sinne die Integration aller Bewohner in einem Quartier zu fördern? Um für diese wesentliche gesellschaftspolitische Herausforderung Lösungen anzubieten, haben VIVAWEST und RAG Montan Immobilien das Projekt "Glückauf Nachbarn" ins Leben gerufen.

In einem ersten Schritt haben sechs renommierte Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen in einer Denkfabrik Thesen zur Förderung von Integration in der Nachbarschaft erarbeitet. Die Thesen aus den Bereichen Stadt- und Quartiersentwicklung, Soziologie, Bildung, lokale Ökonomie, Integration sowie der Flüchtlingsthematik bilden die Basis für die Werkstattphase. Hier werden interdisziplinäre, internationale Planungsteams konkrete Lösungsansätze für gelingende Integration erarbeiten. Grundlage für die Entwicklung realisierbarer Modelle für lebenswerte Quartiere der Zukunft sind die Quartiere Duisburg Vierlinden und Friedrich-Heinrich in Kamp-Lintfort mit der ehemaligen Bergwerksfläche Bergwerk West.

"Wir danken den Experten der Denkfabrik für ihre substanziellen Beiträge und ihre Mitarbeit an diesem zukunftsweisenden Projekt", sagt VIVAWEST-Geschäftsführerin Claudia Goldenbeld. "Wir freuen uns auf die Ergebnisse der Planungsteams, von denen wir uns viele Anregungen zur Weiterentwicklung von Duisburg Vierlinden und anderen Quartieren erhoffen." Duisburg Vierlinden ist mit rund 2.300 von insgesamt mehr als 120.000 Wohnungen das größte Quartier im Bestand von VIVAWEST.

"Wir möchten gemeinsam mit den anderen Projektbeteiligten Impulse entwickeln, die für die Stadt, das Quartier und die Menschen, die dort wohnen, einen nachhaltigen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität leisten", sagt Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien. "Wenn sich die Menschen in ihrem Quartier wohlfühlen, ist dies eine wichtige Voraussetzung für die Wertbeständigkeit unserer Immobilien."

Die Werkstattphase startet am 9. und 10. Februar 2017 mit einer zweitägigen Live-Werkstatt. Während dieser Live-Werkstatt erhalten die Planungsteams die Möglichkeit, mit den Experten der Denkfabrik sowie engagierten Bewohnern und Vertretern der Stadt Duisburg und Kamp-Lintfort ins Gespräch zu kommen. Dabei sollen die jeweiligen Herausforderungen sowie Wünsche und Ideen zu den Aspekten Wohnen, Bildung, Freizeit, Nahversorgung und lokale Ökonomie erörtert werden. Die auf Basis der Quartiere Vierlinden und Friedrich-Heinrich gewonnenen Erkenntnisse sollen Modellcharakter für andere Quartiere in ganz Deutschland haben. Die Veröffentlichung der Ergebnisse aus der Werkstattphase ist im Herbst 2017 geplant.

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg: "Ich freue mich sehr darüber, dass VIVAWEST und RAG Montan Immobilien ein gesellschaftspolitisch so bedeutsames Thema für das Zusammenleben und die Integration aktiv angehen. Das Quartier Duisburg Vierlinden genießt bei VIVAWEST einen hohen Stellenwert. Deshalb begrüße ich die Wahl des Standorts für das Modellquartier und die breite Einbindung von Bürgern und Stadtvertretern ausdrücklich."

"Integration in dem umfassenden Sinne unseres Projektes erfordert die Bündelung vieler Kräfte. Deshalb danken wir auch den Vertretern der Städte und den Bürgern für ihre Beteiligung", sagt VIVAWEST-Geschäftsführer Ralf Giesen.

"Die Einbindung des Stadtquartiers mit dem ehemaligen Bergwerk West in das Projekt ,Glückauf Nachbarn' sehe ich als große Chance für die nachhaltige Stadtentwicklung Kamp-Lintforts", so Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Bürgermeister in Kamp-Lintfort. "Integration ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wir freuen uns über das Engagement von RAG Montan Immobilien, dieses innenstadtnahe Quartier südlich der Stadtmitte mit dem Fokus auf harmonisches Zusammenleben und gute Nachbarschaft noch lebenswerter zu gestalten."

"Glückauf Nachbarn - Modellquartier Integration" ist ein Projekt im Rahmen des Programms "Glückauf Zukunft!", mit dem die RAG-Stiftung, die RAG Aktiengesellschaft und die Evonik Industries AG den Steinkohlenbergbau in Deutschland würdig verabschieden und gleichzeitig Zukunftsimpulse für die Weiterentwicklung der Region setzen wollen.

"Mit diesem Projekt wollen wir die Zukunft der Stadt Kamp-Lintfort über das Ende des Steinkohlenbergbaus hinaus mitgestalten", ergänzt Prof. Dr. Hans-Peter Noll. "Durch die Einbindung von interdisziplinären Experten und Planungsteams erhoffen wir uns innovative Lösungsansätze, die auch auf andere Quartiere übertragbar sind."

Die beteiligten Experten der Thesenentwicklung:

  • Stadt- und Quartiersentwicklung: Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Leiterin des Fachgebietes Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung der TU Dortmund
  • Soziologie: Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Inhaber des Lehrstuhls für allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft der Ruhr-Universität Bochum
  • Bildung: Prof. Dr. Veronika Fischer, Professorin für Erziehungswissenschaft an der Hochschule Düsseldorf
  • Lokale Ökonomie: Dr. Stefan Gärtner, Direktor des Forschungsschwerpunkts Raumkapital am Institut Arbeit und Technik in Gelsenkirchen
  • Integration: Serap Güler, Sprecherin des Integrationsausschusses des Landtags von Nordrhein-Westfalen
  • Flüchtlingsthematik: Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats Nordrhein-Westfalen e. V.

Die beteiligten Planungsteams:

  • raum & kommunikation, Wien (Österreich)
  • Teleinternetcafe, Berlin (Deutschland)
  • De Zwarte Hond, Köln/Groningen (Deutschland/Niederlande)
  • Schulze + Grassov, Frederiksberg (Dänemark)

Für weitere Fragen wenden Sie sich gerne an:

Stephan Conrad, Pressesprecher der RAG Montan Immobilien

Thomas Wels, Bereichsleiter Kommunikation bei VIVAWEST

 

 

 

 

 


RAG-Stiftung
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